Friedrich Johann Näser (1903–1998)
1903 geboren in Sachswitz (heute OT Greiz)
1913–1919 Besuch der Realschule in Schwarzenberg/Erzgeb. (Zeichenlehrer Fritz Freitag)
1919–1923 Lehre zum Landmesser in Schwarzenberg/Erzgeb.
1923–1924 Landmesserprüfung an der TH Dresden
1924–1928 als Landmesser in Ratzeburg und Rostock
ab 1928 in Annaberg (heute Annaberg-Buchholz) lebend
1928–1989 freischaffend als beeideter Landmesser bzw. als öffentlich bestellter Vermessungsingenieur tätig
1990 Übersiedlung nach Halle (Saale)
1998 gestorben in Halle (Saale)
Unter Anleitung seines Zeichenlehrers bildete sich Friedrich Näser zunächst autodidaktisch aus. Nach seinem Schulabschluss arbeitete er nach dem Willen seiner Eltern einige Wochen lang im Steinkohlenbergbau Zwickau-Oberhohndorf. In den Jahrzehnten seines langen Lebens entstand nebenberuflich ein künstlerisch wie industrie- und regionalgeschichtlich wertvolles Gesamtwerk, darunter Ansichten des Scheibenbergs und des dortigen Basaltschotterwerks sowie von Halden und Anlagen des Wismut-Bergbaus in der Region.
Dank einer großzügigen Schenkung der Erben aus dem Nachlass des Künstlers verfügt die Sammlung über einen umfangreichen Bestand an Werken aus allen Schaffensbereichen.
Literatur:
Maria Merz – Keramik, Friedrich Näser – Handzeichnungen, Faltblatt, Galerie am Markt, Annaberg-Buchholz, Annaberg-Buchholz 1990, o. S.
Lebensbekenntnisse, Ausstellungskatalog, Kulturhaus Erzhammer Annaberg-Buchholz, Annaberg-Buchholz 1996, S. 30
Industrielandschaft. Westsächsische Industriegeschichte im Spiegel der Kunst, Ausstellungskatalog, Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, Zwickau 2017, Abb. S. 32, 33 sowie S. 111–113, 123 (dieses Buch ist hier unter PUBLIKATIONEN erhältlich)