Hoppe, Horst

Horst Hoppe

Horst Hoppe, Erzgebirge - Gebirgskamm, 2001. Holzschnitt in Schwarzweiß, Blick über eine Wiese oder Feld zum Erzgebirgskamm mit den markanten Gipfeln der Fichtelberges und des Keilbergs, links eine Reihe von Fichten, die am  Wegrand stehen
Horst Hoppe, Erzgebirge - Gebirgskamm, 2001, Holzschnitt

Horst Hoppe (geb. 1934)

1934 geboren in Fördergersdorf
Zimmermannslehre
1954–1959 Besuch des Mal- und Zeichenzirkels im ESW Freital bei Prof. Gottfried Bammes
1959–1965 Hochschulreife und Studium Kunsterziehung/Deutsch an der Kunsthochschule Dresden und am Pädagogischen Institut bei Prof. Schmidt-Walter, Gerhard Kettner und Horst Jockusch
1962–1971 Tätigkeit als Kunsterzieher in Geyer
1971–1994 Kunsterzieher in Freital
1971 Wiedereintritt in den Zirkel des ESW zu Werner Haselhuhn
1981–1993 künstlerischer Leiter der Keramikwerkstatt der Volksbildung Freital
1989 Vorsitzender der Kreisarbeitsgemeinschaft Bildnerisches Volksschaffen
ab 1990 Fachberater Kunsterziehung in Freital
1990 Übernahme und Rekonstruktion des Einnehmerhauses Freital
1990 Gründung des k.u.n.s.t-Vereins Freital e. V., Vorsitzender bis 2002
lebt in Freital

Horst Hoppe hat zum Werkstoff Holz seit Jahrzehnten ein enges Verhältnis, was auch einen biografischen Hintergrund hat. Der Künstler wuchs in Tharandt, der Stadt der berühmten Forstakademie, auf. Als gelernter Zimmermann konnte er sich wichtige handwerklich-praktische Grundlagen im Umgang mit dem Werkstoff Holz aneignen und eine intensive persönliche Beziehung dazu entwickeln. Nach seinem Studium lebte er für rund zehn Jahre im erzgebirgischen Geyer, einer Kleinstadt, die über eines der größten kommunalen Waldgebiete in Sachsen verfügt. Die hier verbreiteten Traditionen des Schnitzens und Drechselns, die Herstellung von Spielzeug und Kunstgewerbe aus Holz haben Horst Hoppe in dieser Zeit weiter nachhaltig geprägt. Die Beschäftigung mit dem Holzschnitt als Drucktechnik ging schließlich auf die Anregung von Gottfried Bammes (1920–2007) zurück, dessen Zirkel er in den 1950er Jahren in Freital besuchte. Seither hat Hoppe diese Technik nicht wieder losgelassen und er steht damit in einer Tradition, die von den Expressionisten der Brücke über sächsische Holzschnittkünstler wie Wilhelm Rudolph (1889–1982) oder auch Werner Wittig (1930–2013) reicht.

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