Herrmann, Karl

Karl Herrmann (1933–2025)

1933 geboren in Leuna an der Saale
1942 Umzug nach Elterlein
1947–1950 Tischlerlehre in Elterlein
1950–1953 Oberschule in Aue (Sachsen), Abitur
1953 Übersiedlung nach Stuttgart
1953–1959 Studium der Architektur an der TH Stuttgart, Diplom
1962–1976 freier Architekt im Wohnungs- und Industriebau
1974–1976 Studium der Berufspädagogik
1976–1997 Gewerbelehrer für Metallbau in Stuttgart
1990–2012 Mitglied der Forschungsgruppe für wissenschaftliche Semiotik an der Universität Stuttgart
2025 gestorben in Schönaich (Böblingen/Baden-Württemberg)

Karl Herrmann ist im Erzgebirge aufgewachsen und hat seine Verbindung zur Region nie verloren. Seit 1973 war er eng mit Otto Müller-Eibenstock befreundet und begann mit dem Aufbau einer Dokumentation seiner Bilder, seiner Theorie, seines Lebens. Sein künstlerisches Schaffen nimmt innerhalb der konstruktiv-konkreten Kunst einen eigenen Platz ein. Basierend auf weitreichenden kunsttheoretischen Überlegungen hat Karl Herrmann im Laufe seines Lebens zahlreiche originäre Bildfindungen erarbeitet, die z.B. auf der Verwendung des Rösselsprungs oder der sogenannten Superisation von Einzelbildern zum „Superbild“ beruhen. In den 1960er Jahren wurde der Künstler erstmals in der Studiengalerie Max Bense (1910–1990) in Stuttgart mit Bildern konfrontiert, die mit malerisch wirkenden Strichfakturen überzogen waren. Er war begeistert und fand zehn Jahre später zu seiner sehr eigenständigen Stilistik.

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