Keller, Fritz

Fritz Keller (1915–1994)

1915 geboren in Rothenbach (Glauchau)
1930–1933 Lithografenlehre bei Oskar Werner
1935–1943 Studium an der Staatlichen Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe Leipzig
1948–1951 freischaffender Maler in Lichtenstein und Glauchau
1951–1976 Kunsterzieher
1976–1994 freischaffend in Glauchau
1994 gestorben in Bad Berka

Fritz Keller gilt als Vertreter der sogenannten verschollenen Generation, die erst sehr spät öffentlich beachtet wurde. Er war der Poesie von Farben verfallen. Sein spätexpressionistisches Werk nahm Anregungen des französischen Fauvismus und des deutschen Expressionismus auf. Besonders
begeisterte er sich für die Arbeiten von Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976). Er war dem Wesentlichen auf der Spur. Sein Werk entstand, verkannt, in stiller Zurückgezogenheit, unverdrossen und mit übermächtiger Schaffensintensität. Fritz Keller geriet in die unselige Formalismus-Debatte der 1950er Jahre. Er ließ sich aber nicht manipulieren. So blieb er damit immer authentisch in seiner Kunst: kraftvoll und sensibel, großflächig
und vereinfacht, durchglüht von der Wärme eines Rot und Gelb.

Literatur:
Fritz Keller. Gemälde und Gouachen. Ausstellungskatalog, Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1985
Galerie Hebecker (Hg.): Farbenglut einer paradiesischen Bilderwelt. Fritz Keller – Malerei (mit Reproduktionen von 90 Grafiken). Edition der Galerie Hebecker, Weimar 1998
Fritz Keller. Malerei auf Papier. Ausstellungskatalog, Bilderhaus Krämerbrücke, Erfurt, 2000

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