Robert Kluge (1890–1980)
1890 geboren in Borna
1897–1905 Königliches Lehrerseminar in Borna
1912 Lehrer in Brandis, später ausschließlich als Zeichenlehrer
1914–1918 Soldat im Ersten Weltkrieg
1919–1921 Studium an der Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe Leipzig
1920–1922 Studium der Pädagogik an der Universität Leipzig
ab 1921 Zeichenlehrer und Kunsterzieher am Staatsrealgymnasium Borna
1944–1945 Soldat im Zweiten Weltkrieg, Kriegsgefangenschaft
nach 1946 freischaffender Künstler, später Aufnahme in den VBK-DDR
1980 gestorben in Borna
Robert Kluge war ein begeisterter Bergwanderer und Skifahrer und weilte des Öfteren im Erzgebirge. Von seinen Schülern erhielt er den Spitznamen „Robbi“, der ihn lebenslang begleiten sollte. 1927 bereiste er Libyen. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschied er für sich, ausschließlich als freier Künstler zu leben. Er liebte das Aquarell und die Gouache-Malerei. Robert Kluge lebte und arbeitete vor allem in Borna. Ihm sind zahlreiche Stadtansichten zu verdanken. 1954 publizierte er seinen Erlebnisbericht mit Zeichnungen über seine Kriegsgefangenschaft im sogenannten Feld des Jammers.
Literatur:
Förderverein des Museums der Stadt Borna (Hg.): Von Abtei bis Zwiebelhaus. Ein Lexikon zur Geschichte der Stadt Borna, Borna 2001, S. 81
Stoll, Alexander: Neue Namen und Facetten. Schenkungen und Erwerbungen des Jahres 2018 in derSammlung Erzgebirgische Landschaftskunst, in: Erzgebirgische Heimatblätter 41/2019, Heft 2, S. 7–9