Rolf Schubert (1923–2013)
1932 geboren in Gelenau/Erzgeb.
1947–1949 Lehre zum Dekorationsmaler
1950–1953 Studium an der Fachschule für angewandte Kunst Leipzig
1953–1958 Studium an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee bei Kurt Robbel, Bert Heller, Arno Mohr
1958 Diplom bei Gabriele Mucchi
seit 1958 freischaffend in Berlin
1963–1966 Meisterschüler an der Akademie der Künste bei Heinrich Ehmsen und Otto Nagel
1976–1979 Lehrauftrag an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
1983–1993 Lehrtätigkeit ebenda
1986 Mitarbeit an der Ausmalung einer Kapelle in Salussola (Italien) nach Entwürfen von Gabriele Mucchi
2013 gestorben in Hohen Neuendorf
Wie Dieter Gantz und Carl-Heinz Westenburger hat auch Rolf Schubert in den 1950er Jahren an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee studiert. Seither verband die drei eine enge Freundschaft. Schubert, der wie Westenburger auch aus dem Erzgebirge stammte, blieb nach dem Studium in Berlin und war später viele Jahre selbst als Dozent an der Kunsthochschule tätig. Mehrmals arbeitete er mit Gabriele Mucchi (1899–2002) gemeinsam an Wandgemälden, u. a. in Vitt auf der Insel Rügen (1990). Immer wieder kehrte er jedoch in seine Heimat zurück, besuchte die Familie in Gelenau im Erzgebirge, wo er sich auch ein kleines Atelier bewahrte. So entstanden im Laufe der Jahre zahlreiche Gemälde mit erzgebirgischen Motiven, zumeist inspiriert von der näheren Umgebung seines Geburtsortes. Mit besonderem Interesse widmete er sich auch dem Thema der Industrielandschaft, wie z. B. in Gemälden zum alten Kalkofen in Herold (1991) oder dem Kalkwerk Lengefeld (1990), die sich in der Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst befinden.
Literatur:
Rolf Schubert, Ausstellungskatalog, Galerie Arkade, Berlin, Berlin 1975
Mazière, Linde de (Hg.): Rolf Schubert. Bilder aus dreißig Jahren, Berlin 1995
Industrielandschaft. Westsächsische Industriegeschichte im Spiegel der Kunst, Ausstellungskatalog, Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, Zwickau 2017